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Die Aufnahme in die Tagesstätte erfolgt dann, wenn es sich um Menschen handelt, die aufgrund ihrer seelischen Behinderung nicht in der Lage sind, ihren eigenen Tagesablauf alleine zu gestalten und einer dauernden soziotherapeutischen Betreuung bedürfen. Es handelt sich bei den Tagesstättenbesuchern um chronisch psychisch behinderte Menschen, die anderweitig nicht in einem beschützten Zusammenhang wie Übergangswohnheim oder Wohnheim stehen, aber einer ständigen Betreuung bedürfen. Sie sind in der Regel nicht in der Lage, in einer Behindertenwerkstatt beschäftigt zu werden.
Das Aufnahmealter orientiert sich weniger an Lebensjahren sondern an der Maxime, dass das spezifische Hilfsangebot der Tagesstätten individuell und für den Klienten sinnvoll sein soll.
Von jedem Besucher wird die Bereitschaft erwartet, dass er die Fähigkeit entwickelt, in einer Gruppe zu leben. Die Besucher sollen lernen, den Tagesablauf mitverantwortlich zu strukturieren und zu leben.
Bei jedem Bewerber wird ein Aufnahmegespräch geführt und, falls er sich für den Tagesstättenbesuch entschließt, eine Probezeit von 2 – 3 Wochen vereinbart. Das Gespräch dient zum einen dazu, Informationen über den Werdegang des Bewerbers zu erhalten, z. B. soziale Daten, Interessen und Wünsche, zum anderen wird er über Sinn und Zweck der Tagesstätte unterrichtet.
Es soll in dem Gespräch klar erkennbar werden, dass der Besuch der Tagesstätten verbindlich ist und dass damit Anforderungen verbunden sind. Inwieweit das Dasein in der Tagesstätte passend ist und sich Themen finden, wird sich in der Probezeit herausstellen und auch darüber hinaus. Nach den jeweiligen Fähigkeiten und Wünschen wird dann zusammen mit einem Mitarbeiter und jedem einzelnen Besucher ein Wochenplan erstellt.
Da einige Psychosen- und Borderlineerkrankte Krankheitssymptome entwickeln, wenn sie mit vorgegebenen bzw. ausgearbeiteten Strukturen (Wochenplanung, Arbeitsaufgaben, etc.) konfrontiert werden, muss hier besonders behutsam vorgegangen werden. Es kann ein therapeutisches Ziel sein, dass ein Besucher im Laufe der Zeit lernt, Strukturen und Rahmenbedingungen nicht mehr als Bedrohung zu erleben, sondern als Hilfe für das alltägliche Leben.
Viele Besucher können jedoch gewisse Aufgabenbereiche in ihren Tagesablauf integrieren. Obligatorisch für die Besucher sind die Teilnahme an der Sportgymnastik, die Beteiligung beim Kochen, Abwaschen, Einkaufen, Putzen, der Gartendienst sowie das Übernehmen von Verantwortung bei der wöchentlich stattfindenden Hausrunde.
Darüber hinaus haben wir feste Gruppen im beschäftigungs- und kunsttherapeutischen Bereich installiert.
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